So funktioniert’s
Der kurze Weg von einer Datei zu einer belegten Antwort — in fünf Schritten, ohne Handbuch. Für alles Rechtliche gibt es die Datenschutzerklärung, für alles Praktische die häufigen Fragen.
Kurz gesagt
schlaumaier liest die Dokumente, die Ihr Haus ohnehin hat, zerlegt sie in belegbare Abschnitte und legt einen durchsuchbaren Index darüber. Stellen Sie eine Frage — im eigenen Team oder als Chatbot auf Ihrer Website —, sucht das Programm die passenden Abschnitte heraus und lässt ein Sprachmodell aus diesen Abschnitten antworten, mit Angabe von Datei und Seite. Das ist der ganze Trick, und der Unterschied zu einem Chatbot, der aus dem Gedächtnis antwortet: dieser hier antwortet aus Ihren Dokumenten.
Der Weg einer Frage
- 01
Aufnehmen
Sie laden Dateien hoch oder zeigen auf eine Website. Beim Crawl wird jede Seite wie ein eigenes Dokument behandelt; auf Wunsch liest schlaumaier sie nach Zeitplan erneut und merkt, wenn sich etwas geändert hat.
- 02
Lesen
Aus jeder Datei wird Text — mit Seitenzahlen, damit die spätere Antwort auf die richtige Seite zeigen kann. Ein eingescanntes PDF ohne Textebene wird per Texterkennung entziffert, statt als leer durchzurutschen.
- 03
Zerlegen
Der Text wird in Abschnitte geschnitten — so groß, dass ein Gedanke ganz hineinpasst, und so klein, dass man ihn als Beleg zeigen kann. Jeder Abschnitt behält, aus welcher Datei und welcher Seite er stammt.
- 04
Zweimal suchen
Eine Frage läuft gleichzeitig durch die Wortsuche und durch die Bedeutungssuche. Die erste findet die Fundstelle, in der Ihr Wort wörtlich steht, die zweite die, in der dasselbe anders genannt wird. Beide Trefferlisten werden zu einer verschmolzen, und ein zweiter Durchgang sortiert die sechs Abschnitte nach oben, die wirklich zur Frage passen.
- 05
Antworten
Erst jetzt kommt das Sprachmodell ins Spiel — und es bekommt ausschließlich diese Abschnitte zu sehen, nicht das halbe Internet. Es formuliert daraus die Antwort und nennt, worauf sie sich stützt.
Warum jede Antwort eine Quelle trägt
Ein Sprachmodell formuliert überzeugend, auch wenn es nichts weiß. Deshalb sieht es hier nie die Frage allein, sondern immer die gefundenen Abschnitte dazu — und die Anweisung, ausschließlich daraus zu antworten, nichts zu erfinden und klar zu sagen, wenn die Quellen die Frage nicht hergeben.
Steht die Antwort nicht in Ihren Unterlagen, kommt keine Antwort. Das ist kein Mangel, das ist der Punkt: eine erfundene Kündigungsfrist ist teurer als ein „dazu finde ich nichts“.
Die Bausteine
Der Stapel
Alles, was Sie hochladen oder crawlen lassen. Jedes Dokument zeigt seinen Stand: aufgenommen, gelesen, indexiert — oder woran es gescheitert ist.
Der Ausschnitt
Dokumente zu Gruppen zusammenfassen und eine Frage gezielt darauf einschränken. Die Personalunterlagen müssen nicht mitantworten, wenn jemand nach der Preisliste fragt.
Die Quelle, die sich ändert
Eine Domain crawlen, jede Seite als Dokument aufnehmen und regelmäßig nachsehen. Alerts melden, wenn sich eine beobachtete Seite ändert.
Die Antwort für Besucher
Derselbe Index, veröffentlicht als Chat-Fenster auf Ihrer Website. Der Bot antwortet aus Ihren Unterlagen und sagt, dass er nichts weiß, statt zu raten.
Die Tür nach draußen
Ein Zugang für andere Programme, mit drei Werkzeugen: durchsuchen, Wissensbasen auflisten, ein Dokument abholen. Er ist aus, bis ein Verwalter einen Schlüssel ausstellt.
Wer was darf
Leser fragt und sucht, Redakteur pflegt Dokumente und Chatbots, Verwalter verantwortet Zugänge und Abrechnung.
Was hineinpasst
Der Chatbot auf Ihrer Website
Ein Chatbot ist ein veröffentlichter Ausschnitt Ihres Archivs: Sie wählen die Wissensbasen, geben ihm einen Ton und einen Namen, und bekommen eine Zeile für Ihre Seite.
<script src="https://…/widget.js" data-bot="…" async></script>Besucher brauchen kein Konto. Gefragt und geantwortet wird auf unseren Servern in der EU; die IP-Adresse eines Besuchers wird nicht gespeichert, und die Verläufe löschen sich nach 90 Tagen von selbst.
Wo die Daten liegen
Dateien, Datenbank und Suchindex stehen auf einem Server in Nürnberg. Die Sprachmodelle laufen bei Scaleway in Paris, einem französischen Rechenzentrumsbetreiber. Dorthin geht Text, nie eine Datei — und zwar an diesen Stellen:
Was Scaleway nach eigener Datenschutzerklärung für diesen Dienst zusagt (Stand 3. Oktober 2025):
- Die Inhalte werden nicht gespeichert, gelesen oder ausgewertet. Festgehalten werden nur Metadaten wie Zeitpunkt, Statuscode und Zahl der Token, anonymisiert und höchstens sechs Monate.
- Kein Training: weder für die Modelle noch zu deren Verbesserung. Die Hersteller der Modelle, etwa Mistral, sehen nichts davon, andere Kunden ebenso wenig.
- Verarbeitet wird in Paris, verschlüsselt übertragen (TLS). Als europäisches Unternehmen unterliegt Scaleway nach eigener Angabe nicht dem US CLOUD Act.
- Eine Ausnahme: verursacht eine Anfrage einen Fehler im Dienst oder sieht nach Missbrauch aus, darf Scaleway ihren Inhalt bis zu zwei Wochen aufbewahren, um die Ursache zu finden. Laut Scaleway etwa eine von einer Million Anfragen.
- Ein Zwischenspeicher beschleunigt die Antworten. Er hält keinen Text, nur Rechenwerte, nur kurzzeitig und getrennt je Kunde.
Wer gar keinen Text außer Haus geben will, betreibt schlaumaier als Box im eigenen Netz: dann kann das Einlesen ganz lokal laufen, und nach Paris gehen nur noch die Fragen mit ihren Fundstellen. Die vollständige Erklärung von Scaleway steht unter scaleway.com.
Andere Anbieter — auch außereuropäische — laufen erst, wenn Sie selbst einen Schlüssel hinterlegen. Die Ausnahme, die Sie kennen sollten: wer MCP freischaltet, kann darüber ganze Dokumente abholen. Diese Tür öffnen Sie, nicht wir.
Was es nicht tut
- Es rät nicht. Was in keinem Ihrer Dokumente steht, bleibt unbeantwortet — auch wenn das Modell die Antwort „irgendwoher“ kennen könnte.
- Es ist keine Datenbank. Zahlen aus einer Tabelle werden zitiert, nicht nachgerechnet.
- Es ersetzt keine Beratung. Eine Antwort mit Seitenangabe ist ein Fundstück, kein Rechtsrat.
- Es sieht keine Bilder. Was nur als Grafik in einem Dokument steht und keine Textebene hat, kommt nicht im Index an.
Weiterlesen
Die häufigen Fragen beantworten das Praktische: Preise, Rollen, Löschen und Export. Wer es rechtlich genau haben will, findet Fristen, Rechtsgrundlagen und Unterauftragsverarbeiter in der Datenschutzerklärung.
Selbst ausprobieren
Die ersten 50 Dokumente sind frei, eine Kreditkarte braucht es dafür nicht.